Liebe Freunde von Saar-Retti,

die aktuell vorherrschende Meinung,  dass die Ernährungskultur im Erwachsenenalter  hauptsächlich in der Kindheit geprägt wird,  hat mich veranlasst,  intensiver über eine Anpassung des Speisenangebotes unserer Saar-Retti-Küche nachzudenken.
Wir haben die Verantwortung für die gesunde und vernünftige  Ernährung unserer Kinder und Jugendlichen übernommen.  Nicht zuletzt deshalb sehen wir uns auch in der Pflicht, eine gewisse Vorreiterrolle bzgl. der Verwendung von biologisch und regional, also nachhaltig erzeugten, Lebensmitteln einzunehmen. Deshalb wollen wir jetzt auch den Anteil an Bio-Produkten  in unseren täglichen Mahlzeiten für die Kitas und Schulen nach und nach steigern. Neben der geforderten Verbesserung der Ernährungskultur  sehe ich hier weitere Vorteile: “Biologisch und regional erzeugte Produkte schaffen und sichern Arbeitsplätze in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, sind gut für die Umwelt, das Klima und die Gesundheit unserer Kinder.
Also halten wir fest – Saar-Retti orientiert sich in Richtung “Bio”.

Ein wesentlicher Schritt hierbei ist unsere  aktuell begonnene Bio-Zertifizierung für bestimmte Grundnahrungsmittel. Darunter zählen zum Beispiel Kartoffeln und Nudeln oder auch bei Kindern beliebte Obstsorten wie unsere heimischen Äpfel. Die Bio-Zertifizierung nach der EU-Öko-Verordnung wird im Sommer abgeschlossen sein und weist uns dann auch offiziell als Verarbeiter ausgewählter Bio-Lebensmittel aus.

Saar-Retti orientiert sich in Richtung “Bio”.

Doch bevor es soweit ist, müssen wir bei Saar-Retti einige Grundvoraus-setzungen erfüllen. So wird Im Rahmen der Bio-Zertifizierung unser Küchenpersonal ausführlich über die Besonderheiten in der Verwendung von Bio-Lebensmittel unterwiesen. Diese Grundvoraussetzungen sind im einzelnen:

  • Getrennte Lagerung von Bio- und konventionellen Rohstoffen.
  • Eindeutige Kennzeichnung der Bio-Ware während der gesamten Produktionskette vom Lager bis zur Speisenausgabe.
  • Zeitlich oder räumlich getrennte Verarbeitung
  • Eindeutige Kennzeichnung des Bio-Speisenangebotes auf dem Speiseplan, der Speisekarte, an der Speisenausgabe

Bevor wir dann bestimmte Komponenten unserer Kindermenüs als “Bio” kennzeichnen dürfen, müssen wir den Nachweis erbringen, dass diese sämtlich aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. Sie sehen, so eine Bio-Zertifizierung zieht einiges an Aufwand nach sich und bedeutet für unser Küchenteam sicherlich auch zusätzliche Arbeit. Deshalb stellt sich der ein oder andere auch die Frage, warum wir den aufwändigen Bio-Weg überhaupt einschlagen?

Ganz einfach – es geht mir hauptsächlich um die Kinder und deren Gesundheit.
Wir von Saar-Retti haben wie gesagt einen gewissen Mehraufwand und wir wissen auch alle, dass Bio-Lebensmittel meistens etwas teurer sind als die konventionellen.

Die Gründe hierfür sind übrigens in erster Linie die geringeren Ernte-Erträge im Ackerbau, Gemüse- und Obstbau, der höhere Aufwand in der Tierhaltung und die kleineren Handelsstrukturen.

Im Sinne einer gesunden Ernährung unserer Kinder lohnt es sich aber aus meiner Sicht ganz bestimmt,  diese  vermeintlichen “Nachteile” in Kauf zu nehmen  und  mehr und mehr biologisch erzeugte Lebensmittel einzusetzen. Nachweislich finden sich hier  deutlich weniger Nitrat oder Pflanzenschutzmittel-Rückstände, die Lebensmittel sind weitgehend naturbelassen also wesentlich gesünder – und schmecken natürlich auch besser.

So das waren also ein paar Gedanken zu unserer Bio-Zertifizierung und allgemein zum Thema Verwendung von Bio-Produkten in der Schulverpflegung. Mich interessiert natürlich auch Ihre Meinung zu diesem Thema. Deshalb lade ich Sie herzlich ein, diesen Blogbeitrag zu kommentieren.